Gelungene Rückkehr des Steinfurter Wasserballturniers

Sieben Mannschaften aus Deutschland und den Niederlanden treten im Bagno Mare an – erste Mannschaft des SV Olympia Borghorst erreicht bei der 31. Auflage den zweiten Platz

Nach zweijähriger Pause ist das Internationale Wasserballturnier des SV Olympia Borghorst erfolgreich ins Burgsteinfurter Bagno Mare zurückgekehrt. Sieben Mannschaften aus Deutschland und den Niederlanden gingen am vergangenen Wochenende bei der inzwischen 31. Auflage des traditionsreichen Turniers an den Start.

Das Teilnehmerfeld setzte sich aus Teams aus Köln, Lünen, Halle an der Saale, Greußen und dem niederländischen Losser sowie zwei Mannschaften des gastgebenden SV Olympia Borghorst zusammen. Im Becken wurde an beiden Tagen um Tore, Punkte und die Platzierungen gekämpft.

Aus sportlicher Sicht verlief das Wochenende für die Gastgeber erfolgreich. Die erste Mannschaft des SVO spielte sich mit hart erkämpften Siegen bis ins Finale am Sonntagmittag vor. Dort trafen die Steinfurter auf „TPS Köln & Friends“. Die mit mehreren Verbandsligaspielern besetzte Kölner Auswahl erwies sich aber als zu stark und holte mit einem 7:2-Sieg verdient den Turnierpokal.

Trotz der Finalniederlage durfte sich der SV Olympia Borghorst über den zweiten Platz und damit über seine erste Podestplatzierung beim eigenen Turnier seit dem Turniersieg im Jahr 2014 freuen. Im Spiel um Platz drei setzte sich der SV Halle gegen die Mannschaft des SV Lünen durch.

Auch das Wetter spielte über weite Strecken mit. Einige kleinere Regenschauer konnten die gute Stimmung im Freibad nicht trüben. Zwischendurch ließ sich sogar die Sonne über dem Bagno Mare blicken.

Ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes war die Players’ Party am Samstagabend. Dabei feierten alle teilnehmenden Mannschaften gemeinsam mit den Organisatoren und Vereinsmitgliedern des SV Olympia Borghorst. Die sportliche Konkurrenz aus dem Becken rückte schnell in den Hintergrund. Stattdessen standen das gemeinsame Feiern und der Austausch zwischen den Vereinen im Mittelpunkt.

Dass das Turnier nach zweijähriger Unterbrechung wieder stattfinden konnte, war für die Verantwortlichen von besonderer Bedeutung. Grund für die Pause waren vor allem rückläufige Anmeldezahlen auswärtiger Mannschaften. Nach Einschätzung des Vereins zeigt sich darin auch die allgemein schwierige Situation des Wasserballsports in Deutschland. Vielerorts fehlen weiterhin ausreichende Wasserzeiten. Gleichzeitig wird es für die Vereine zunehmend schwieriger, Kinder und Jugendliche für den Wasserballsport zu gewinnen. Besonders der traditionsreiche Wasserballstandort Borghorst bekommt diese Entwicklung deutlich zu spüren. 

Turnierleiter und zweiter Vorsitzender Sebastian Baum zog dennoch ein positives Fazit zum Turnier: „Es ist jedes Mal wieder eine Freude, Mannschaften aus unterschiedlichen Regionen hier bei uns in Steinfurt für diese tolle Sportart zusammenzubringen, sich sportlich mit ihnen zu messen und auch außerhalb des Wassers miteinander ins Gespräch zu kommen. Zudem freue ich mich natürlich über die erste Podestplatzierung unserer Mannschaft seit dem Turniersieg 2014.“

Zum Gelingen der Veranstaltung trugen erneut zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Vereins bei. Sie kümmerten sich unter anderem um den sportlichen Ablauf, die Verpflegung und die Organisation rund um das Turnier. Der Dank des SV Olympia Borghorst gilt außerdem der Kreissparkasse Steinfurt, die den Verein und seine Veranstaltungen seit vielen Jahren unterstützt.

Mit dem erfolgreichen Neustart nach der Pause hoffen die Verantwortlichen nun, das Internationale Wasserballturnier wieder dauerhaft im Steinfurter Sportkalender etablieren zu können und Menschen für den Wasserballsport begeistern zu können.